Kretische Zistrose: Eine Heilpflanze sondergleichen

Die kretische Zistrose - Heilpflanze der besonderen Art

Die kretische Zistrose oder auch graubehaarte Zistrose ist ein Strauchgewächs, das ungefähr 30 bis 100 Zentimeter hochwächst. Die Äste sind, wie der Name bereits sagt, sehr behaart und die Laubblätter weisen eine elliptische Form auf. Besonders schön sind aber vor allem ihre Blüten, die sich in der Zeit von Dezember bis Juli zeigen. Sie werden bis zu sechs Zentimeter groß und können sowohl einzeln wie auch in Dolden wachsen. Ihre Kelchblätter erstrahlen meist in einem kräftigen Dunkelrosa, wirken zerknittert und sind ebenfalls behaart. Wie eingangs bereits angeführt, kommt die kretische Zistrose vor allem im Mittelmeerraum und dort insbesondere auf Kreta in Höhenlagen bis zu 1200 Meter vor. Sie wächst außerdem vermehrt in den Macchien und Garigues. Insofern bevorzugt die Pflanze sonnige Plätze mit leicht trockenem, lockeren Boden. Aber auch auf Terrassen, dann jedoch im Kübel, oder in Gärten kann sie angebaut werden. Dazu sollte der Untergrund einen geringen Humusgehalt aufweisen und leicht sauer bis alkalisch sein. Ansonsten ist die kretische Zistrose auch unter der Fachbezeichnung Cistus Incanus Creticus bekannt. Insbesondere auch im Bereich der Pharmazie und der Medizin, denn ihre Inhaltsstoffe sind von besonderer Art. Eben wegen ihnen gilt die kretische Zistrose als Heilpflanze.

Die kretische Zistrose in der Medizin

Im Jahr 1999 wurde die kretische Zistrose als die Arzneipflanze Europas ausgezeichnet und war seitdem vielfach Gegenstand wissenschaftlicher Studien. Dabei wurde festgestellt, dass sie eine hohe Konzentration von Polyphenolen aufweist. Im Zuge weiterer medizinischer Untersuchungen wurden interessante Auswirkung des Genusses von Zistrose-Tee und anderen Auszügen aus der Pflanze festgestellt. Zu den positiven gesundheitlichen Wirkungen zählen unter anderem:

  • Die Reduktion der Kadmiumbelastung bei Rauchern.
  • Die nachweisliche Stärkung des Immunsystem mit antioxidativen Wirkungen, die mit denen von
  • Vitamin C verglichen werden können.

 

Die antimikrobielle und fungizide Wirkung. Die kretische Zistrose kann außerdem als Tee, sowohl bei innerlicher wie auch äußerlicher Anwendung, Entzündungen hemmen und zum Schutz der Leber beitragen. Neuere Forschungen und Studien lassen sogar vermuten, dass ihre Polyphenole bei rheumatischen Beschwerden Linderung verschaffen können. Aber auch in der Volksheilkunde wird sie gern zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt. Vor allem bei Akne, Neurodermitis und bei Ekzemen kann der Tee zur Anwendung kommen. Genauso soll sie der Entgiftung dienen und beim Abbau erhöhter Konzentrationen von Schmermetallen helfen. Vielfach wird ein Sud schließlich zum Gurgeln bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mund genutzt. Die kretische Zistrose, allen voran ihr Tee, ist somit ein echtes Allheilmittel und sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Nicht zuletzt auch, weil Frauen bei Pilzinfekten ein Sitzbad mit ihr vorbereiten können. Daneben wird aus ihr bereits seit mehreren Jahrhunderten das Harz Labdanum gewonnen.

Die kretische Zistrose bei der Herstellung Labdanum

Bereits in der Antike wurde die kretische Zistrose bei der Herstellung von Duftmitteln, vor allem jedoch wegen des Labdanums geschätzt. Labdanum ist ein Harz, das ansonsten auch als Ladanum bekannt ist. Es wird seit jeher wegen seines warmen, entspannenden Duftes geschätzt, der an allerlei Kräuter und Vanille erinnert. Im alten Griechenland war Labdanum der Göttin Aphrodite geweiht - in allen ihren Tempeln wurde es überwiegend abends verräuchert. Aber auch in den arabischen Ländern ist äußerst bekannt. Eine sehr frühe Erwähnung findet es auch im Alten Testament. Die Araber kannten es dabei vor allem von Ziegenhirten, die es häufig im Fell ihrer Tiere fanden, nachdem sie diese durch eine kretische Zistrose gescheucht hatte. Genauso ernteten sie es aber auch wie die griechischen Mönche, indem es mit bestimmten Werkzeugen direkt von den Pflanzen Abstrichen oder -kämmten. Auch damals wurde es genauso wie heute unter anderem für Aromatherapien oder zum Beispiel für die Herstellung von Parfüm verwendet. Labdanum war aber ebenso als Mittel gegen Husten und zur Blutstillung bekannt. Beim Verräuchern lässt es sich wiederum sehr gut mit anderen Harzsorten, wie z.B. Burgunderharz, mischen und wird dann in kleinen Stückchen jeweils erhitzt. Dabei sollte man allerdings vorsichtig sein, denn es wird umso klebriger, je wärmer es wird. Daher sollte ein etwaiger Vorrat auch stets im Kühlschrank aufbewahrt werden. Schließlich macht sich die kretische Zistrose aber - wie schon mehrfach erwähnt - auch besonders gut als Tee.

Die kretische Zistrose als Tee

Für die Herstellung von Tee dient die kretische Zistrose mindestens genauso lange wie für die Herstellung von Labdanum. Und das nicht ohne Grund! Neben den heilenden und entgiftenden Wirkungen, bietet ihr Sud einen wohltuenden, aromatischen Geschmack. Für die Zubereitung werden die Triebenden, das heißt die Stängel, Blätter, Knospen und Blüten getrocknet, um anschließend in etwas Wasser zum Kochen gebracht zu werden. Bereits nach einer Kochzeit von 5 Minuten ist der Tee fertig und kann genossen werden. Längere Kochzeiten führen hingegen dazu, dass Bitterstoffe austreten und den Geschmack verfälschen. Andererseits kann man den Aufguss noch etwas verfeinern, wenn man wenige Minzblätter oder Honig hinzugibt. Die heilende Wirkung entfaltet sich wiederum am besten, wenn man täglich zwei bis drei Tassen über den Tag verteilt trinkt

Die kretische Zistrose ist ein toller Tipp für den Herbst

Die kretische Zistrose wurde in der Antike als Geschenk der Götter betrachtet - sie wuchs, wie heute, vielerorts und konnte Menschen heilen. Und das hat sich bis heute nicht verändert. Sie liefert nicht nur einen Tee mit markantem Geschmack, sondern auch ein wohlriechendes Harz. Daneben ist sie aber eben die Arzneipflanze Europas und bietet mit der in ihr enthaltenen hohen Konzentration von Polyphenolen vielseitige medizinische Verwendungsmöglichkeiten. Bis heute ist sie sowohl als Hausmittel, aber auch in der Pharmazie von großer Bedeutung. Die antioxidativen, antibakteriellen und fungiziden Wirkungen können bei zahlreichen Entzündungskrankheiten und Pilzinfektionen Linderung verschaffen. Das macht sie zu einem echten Geheimtipp für den Herbst und den Winter. Jeden Tag zwei bis drei Tassen des Tees, stärken das Immunsystem genauso gut wie z.B. Vitamin C - aber es schmeckt besser! Die kretische Zistrose sollte man also in keinem Fall unterschätzen. Auch wenn die Pflanze selbst höchsten wegen ihrer Blüten auffällt, verbergen sich in ihr besondere Wirkstoffe für den Körper und die Seele!

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